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Purpose im Job - wie Du Deine Berufung findest

Eine Arbeit auszuüben, bei der Du das Gefühl hast, dass sie Dich erfüllt und glücklich macht, ist sehr viel wert. Schließlich verbringst Du täglich mindestens ein Drittel Deiner Zeit mit dieser Tätigkeit. Wie aber schaffst Du es, Dich selbst im Job zu verwirklichen und Deine eigene Berufung leben zu können? In diesem Artikel gehe ich auf drei wichtige Komponenten ein, die Dir helfen, Dein eigenes WARUM zu ermitteln.

Dein WARUM

Fällt es Dir auch manchmal schwer, am Montagmorgen aus dem Bett zu kommen, Dich fertig zu machen und auf die neue Arbeitswoche vorzubereiten? Hast Du abends oder am Wochenende ein ungutes Bauchgefühl, wenn Du an die Arbeit denkst? Fragst Du Dich manchmal, ob Du den richtigen Job ausübst oder nicht doch lieber etwas anderes machen solltest? Auch ich habe diese Fragen schon das ein ums andere Mal mit „ja“ beantwortet und mich gefragt, was ich eigentlich von meinem Beruf erwarte. Bei meiner Beschäftigung mit diesem Thema bin ich auf Simon Sinek gestoßen, dessen TED Talk zu „Start With Why“ unglaubliche 28 Millionen Mal angesehen wurde.

Ja, Arbeit soll Spaß machen, sonst sind es reichlich viele lange Jahre bis zur Rente!

Bestenfalls soll es sich sogar gar nicht wie Arbeit anfühlen, sondern durch das Bestreben, eigene Ziele zu verwirklichen, motiviert sein. Auch aus Sicht des Arbeitgebers tragen zufriedene Mitarbeiter bekanntermaßen zu mehr Produktivität und Wachstum des Unternehmens bei. Von beiden Seiten sollte also die motivierende Selbstverwirklichung der Mitarbeiter oberstes Ziel sein. 

Komponente 1: Der Faktor Geld

Ist die Bezahlung bei der Wahl des Arbeitsplatzes nicht auch ein entscheidendes Kriterium? Tatsächlich ist dies einer der Hauptgründe, warum Mitarbeiter sich für eine bestimmte Stelle entscheiden. Allerdings bin ich der Überzeugung, dass für eine wirkliche Zufriedenheit in der dauerhaften Ausübung des Jobs das WARUM noch viel wichtiger ist. Gutes Geld zu verdienen, führt eben nicht alleine dazu, dass Du der Meinung bist, das Richtige zu tun. Und für den Arbeitgeber geht es nicht nur darum, den besten Kandidaten vom eigenen Unternehmen zu überzeugen, sondern vielmehr darum, dass der Stelleninhaber seinen Job voller Begeisterung ausfüllt.

Die Bezahlung kann also nicht der Haupttreiber bei der Entscheidung für Deinen Job sein. Allerdings solltest Du als Faktor bedenken, ob Du mit Deinem Job Deine Familie versorgen oder Deinen gewünschten Lebensstandard sichern kannst.

Komponente 2: Beziehungen aufbauen

Eine wirkliche Verbindung zu Deiner Arbeit findest Du dann, wenn Du Dich in einer Gemeinschaft befindest, in der Du Dich verstanden, unterstützt und aufgehoben fühlst. Es geht um den Aufbau von Vertrauen in Deiner Arbeitsumgebung. Dazu gehört der Glaube an Dich selbst und Deine eigene Arbeit, aber auch in die Kollegen und die Vorgesetzten. 


Befindest Du Dich in einem Job, in der eine offene Fehlerkultur gelebt wird oder sollte Dir bloß kein Fehler passieren, weil es sonst Ärger vom Chef gibt? 


Diversität in Teams alleine führt nicht dazu, dass eine positive Arbeitskultur aufgebaut wird. Es geht um die gegenseitige Anerkennung und Akzeptanz, um Empathie für Kollegen und Mitarbeiter, aber auch für die eigenen Chefs. In einer solchen Umgebung wird es Mitarbeitern auch möglich sein, eigene Stärken zu erkennen und sich ihrem inneren WARUM zuzuwenden.

Komponente 3: Ziele stecken

Bei der Suche nach Deinem eigenen Purpose im Job geht es nicht darum, bestimmte Meilensteine zu erreichen. Du sollst Dich nicht mit Kollegen vergleichen, die aus welchen Gründen auch immer auf der Karriereleiter weiter oben stehen. Ebenso geht es nicht um das Beenden des nächsten Projekts oder das Erreichen von bestimmten Kennzahlen. 

Für Dein WARUM sollte es Dein Ziel sein, jeden Tag besser zu werden als den Tag zuvor. So entsteht Wachstum aus Dir selbst heraus und nicht aus dem Vergleich mit anderen.

Deine Berufung finden

Schau Dir die Komponenten Geld, Beziehungen und Ziele noch einmal näher an. Versuche für Dich zu ermitteln, welche Rolle jede einzelne Komponente für Dich spielt und wie Du sie ausgestalten und umsetzen willst. Finde das, was Dich ausmacht!

Versuche dann, diese Vision in möglichst einem Satz zusammenzufassen, jedenfalls solltest Du Dich so kurz wie möglich halten. Dennoch solltest Du Deine Beweggründe möglichst individuell beschreiben. 

Was, wenn es Dir schwerfällt, Deine Berufung im Job zu erkennen oder in Wort zu fassen? Zugegeben, auch für mich ist diese Übung nicht leicht, ich habe noch keine klare und endgültige Definition für mich selbst finden können. 

Aber es geht hier auch nicht darum, eine weltverändernde Vision zu kreieren. Ebenso kann Dein WARUM sich nach einiger Zeit verändern oder neu kalibriert werden. Du bist hier nicht nur auf Dich alleine gestellt. In einer Gemeinschaft mit gegenseitiger Unterstützung wird auch das eigene Bild klarer werden können. 

Unternehmen, aber auch einzelne Führungskräfte, können Dir Anhaltspunkte geben. Wenn Du Dich mit den Zielen Deines Unternehmens identifizieren kannst, ist dies ein gutes Zeichen dafür, dass Du in die Richtige Richtung unterwegs bist.

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